RE: Cities in Motion 2 - Modern Times
Das Spiel ist ganz nett, aber alles, komplexere Sachen wie U-Bahn-Bau machen überhaupt keinen Spaß, weil sie total frickelig in der Bedienung sind, weil teilweise aus nicht näher definierten Gründen keine Verbindungen angelegt werden können.
Bei allen Verkehrsmitteln muss jede Linie an einem Depot beginnen, in welches das Fahrzeug nach einer Hin- und Rückfahrt einfährt. Du musst Linien also gezwungenermaßen am Stadtrand beginnen, oder für innerstädtische Linien entweder Häuser abreißen oder Parks und Grünflächen konsequent zubauen, wenn du das Fahrzeug nicht auf eine lange Reise zum Depot nach jeder Fahrt schicken willst.
Das Spiel unterstützt zwar Fahrpläne, die sind aber für Linien mit mehr als 4 Haltestellen ganz großer Mist, da sie nur festlegen, zu welchen Zeiten die Fahrzeuge aus dem Depot ausfahren. Das bedeutet, dass für eine lange Linie die Fahrzeuge zwar schön nach Nachtfahrplan nachts aus dem Depot fahren, aber bei der Wende auf die Rückrichtung schon die Berufsverkehrszeit anfängt und die Fahrzeuge dann völlig überfüllt sind, weil ja nur die neu am Depot startenden Fahrzeuge nach Berufsverkehrsfahrplan anfangen zu fahren. Die einzige Lösung ist, dass du im Endeffekt mehr oder weniger den ganzen Tag den selben Takt fährst.
Die Kapazität der Depots ist auch viel zu klein, eine anständige Straßenbahnlinie passt da gerade so mit allen Fahrzeugen rein, aber mehr als eine Linie pro Depot wird schon kritisch. Du kannst die Depotkapazität und auch die Anzahl an Passagieren, die in ein Fahrzeug passen, aber selbst einstellen.
Die Szenarien sind auf die Dauer eher langweilig, bei vielen Szenarien musst du die Bevölkerungszahl der Stadt vergrößern, was einzig dadurch geschieht, dass du Straßen in die Landschaft zimmerst und da irgendeine Linie lang fahren lässt. Mitunter muss man dann sehr lange einfach irgendwo Straßen hin bauen, um das Ziel zu erreichen.
Insgesamt sicher mal als nette Unterhaltung was wert, aber kann den Langzeitspaß von OpenTTD leider einfach nicht mitbringen, vieles ist am Ende nur halbherzig umgesetzt oder nicht zu Ende gedacht.
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