pETe!
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RE: YAIM *vollständig* im Trunk?
(13.12.2011 10:23)Sven schrieb: (13.12.2011 05:40)pETe! schrieb: (12.12.2011 20:29)Logital schrieb: ...1000 bis 1300 Meter...
Richtig. Und mindestens innerhalb dieses Abstandes darf sich ein Zug befinden, um ein Zugsicherung zu gewährleisten. Die 500m, von denen du geschrieben hast, sind somit nicht passend. Eine LZB wird bei OpenTTD höchsten durch "alle 10 Felder ein Signal" simuliert, kürzere Abstände sind unpassend.
Das ist falsch. Die Stärke der LZB ist ja gerade, dass sie an keinen festen Bremswegabstand gebunden ist. Das heißt: fährt der Zug langsam, kann er dichter auffahren, weil der Bremsweg kürzer ist.
Scheinbar versucht man hier absichtlich, die Aussagen mit Gegenaussagen des selben Inhalts zu revidieren. Fassen wir vielleicht noch einmal zusammen:
- Angeblich soll man durch Signale alle 1...3 Felder LZB "simulieren" wollen
- Das ist falsch, bei LZB wird man keine Zugfolgeabstände erreichen könne, die kürzer als die Zuglänge sind (für mich höchstens vorstellbar in konstruierten Spezialfällen, eventuel Doppeltraktion ICE3 hinter langem Güterzug)
- Was allerdings durch Signale auf fast jedem Feld erreicht wird, ist eine Simulation von Straßen(bahn)verkehr. Die Fahrzeuge fahren so weit auf, bis das vorrausfahrende Fahrzeug erreicht ist.
- Somit simuliert man Straßenbahnbetrieb mit Fahrt auf Sicht mit Vollbahnmaterial bei deutlich höhreren Geschwindigkeiten.
- Für eine Simulation von LZB müsse man dynamische (zielgeschwindigkeitsabhängie) Abstände zwischen den Fahrzeugen haben, damit der Bremswegabstand zwischen den Fz eingehalten werden kann. Diese Abstände wären sicher nicht so viel kürzer, als die Abstände, die bei OpenTTD allgemein als "realistischer" Signalabstand akzeptiert werden, also mindestens die Länge eines Zuges.
- Dabei wäre zu überlegen, wie man Züge behandelt, die mit höhrer Geschwindigkeit fahren können, als es der vorrausfahrende Zug tut.
Hier scheint wohl der Irrtum verbreitet zu sein, dass eine Strecke mit LZB funktioniert, wie eine Autobahn. Zu beachten ist, dass der Bremsweg gerade bei höheren Geschwindigkeiten durchaus nennenswert ist, OpenTTD diesen aber derzeit bzw. nur bedingt nicht simuliert. Vielleicht kommt daher das Bedürfnis nach straßenbahnähnlichen Verkehr, da man der Meinung ist, wenn der Zug schon innerhalb eines Feldes bremsen kann, können die Züge ja direkt auch mit 1-2 Felder Abstand hintereinander verkehren. Dadurch wird der verkehr zweifelsohne flüssiger, allerdings ist die Strecke im Vergleich zur Realität dann ja auch hoffnungslos überlastet.
Warum man aber aufgrund von nicht implementieren Gegebenheiten so etwas komisches in ein Programm einbauen sollte, verstehe ich nicht.
Für mich klingt die hin und wieder mal gebrachte Begründung für kurze Signalabstände, dass man damit LZB simulieren möchte, eher nach dem verzweifelten Versuch, den kurzen Signalabstand irgendwie mit Realismus zu begründen.
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13.12.2011 18:13 |
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