(07.10.2011 21:57)Eddi schrieb: Aber wenn du einen Zug zwingen willst, an einem roten Signal zu halten, dann mußt du vorher die LZB deaktivieren.
Edith
Das ist schlicht falsch, da die LZB in dem Fall, in dem du das Signal gesperrt hast und es deswegen Halt zeigt, auch einen Halt signalisiert.
Das ist auch wichtig, denn sonst könnte der Fdl den Zug bei Gefahr nie mittels der Sicherungstechnik zum Halt zwingen. Selbst an LZB-Blockkennzeichen, die an der Strecke nur aus einem Blechschild bestehen, kannst du im Stellwerk ein "Signal auf Halt stellen - HaGT - eingeben.
Außerdem kann nur der Tf seinen Zug in die LZB aufnehmen oder sich aus dieser entlassen lassen.
/Edith
Übrigens ist mir die prinzipielle Wirkungsweise von Signalen, LZB sowie einiger anderer Zugsicherungssysteme durchaus ganz gut bewusst. Da ich an meinem Arbeitsplatz aber keine LZB habe, hatte ich mich vorhin nochmal schnell mit einem Kollegen kurzgeschlossen, um Möglichkeiten für den weiter oben von mir geäußerten Fall zu erfragen.
Die Signale werden übrigens dunkel geschaltet, weil es für den Tf unangenehm ist, an einem Halt zeigenden Signal vorbei zu fahren (hat mir zumindest mal jemand erzählt, der es scheinbar wusste...

), technisch oder durch EBA-Vorgaben gefordert ist das nicht.
Wenn er (der TF) hingegen "verwirrt" wäre und vergessen hat, dass er auf LZB unterwegs ist, müsste er auch an einem dunklen Hauptsignal anhalten, da ihn in diesem Fall das Mastschild dazu nötigt, es sei denn, das Signal zeigt Kennlicht. Das ist aber meines Wissens bei durch LZB dunkelgeschalteten Signalen nicht der Fall.