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RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - Eddi - 05.05.2011 23:55 ... Glaube niemals einer Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - mb - 06.05.2011 09:27 Eddi schrieb:... Glaube niemals einer Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Jaja, den Spruch kennt jeder ... aber was bedeutet das im Konkreten? Unser grosses marktwirtschaftliches Vorbild hat seine Bevölkerung ja schon seit längerem davon überzeugen können dass Güter wie Treibstoffe und Nahrungsmittel für die Ermittlung der Preisinflation völlig bedeutungslos sind, und lässt diese konsequenterweise daher seit Jahrzehnten aus der Berechnung heraus. Zudem gehen in den VSA die Häuserpreise nicht in die Berechnung ein, sondern stattdessen sog. "Mietäquivalente". Dass diese Manipulation äusserst zielführend zur Erzeugung niedriger "Inflationszahlen" ist, konnte man erst wieder in den letzten Jahren sehen, wo Häuserpreise im zweistelligen Prozentbereich anzogen und die Masse in einen hypothekenbasierten Kaufrausch (mit den bekannte Folgen) getrieben wurde, aber natürlich niemand an der Anmietung derartig überteuerter Immobilien interessiert gewesen war. Mit der Folge einer negativen Entwicklung der "Mietäquivalente" und derzufolge der gewünschten "positiven" Auswirkung auf die Inflationszahlen. Ganz allgemein sind die Inflationszahlen in den VSA Lug und Trug, insbesondere wegen der "hedonischen" Preisberechnung (kleiner rechnen der Originalpreise wegen (angeblicher) "technischer Verbesserungen") [1] . Üblicherweise sind allein diesen rechnerischen Zaubertricks 10% - 15% des jährlichen Anstiegs des VS-BIP zuzurechnen. Durch das "CES Net Birth/ Death Model" kommen dann die üblichen positiven Arbeitsmarktzahlen zustande: Da man in VSA seit jeher davon überzeugt ist dass der Grossteil der neu geschaffenen Stellen per neu gegründeter Firmen stattfindet, deren Daten allerdings immer erst wesentlich später vorliegen als die regelmässigen Arbeitsmarktstatisiken (und später in dubioser Weise "rückgerechnet" werden (revisions)), werden diese mit dem o.a. Modell "geschätzt". Das Modell geht dabei davon aus dass "um so mehr neue Unternehmen entstehen je mehr alte liquidiert werden", schafft also besonders in "Krisenzeiten" beruhigend viele neue Stellen, und das teilweise in erheblichem Umfang. In der letzten "Krise" konnten dadurch in einem (beliebigen) Monat schon einmal +112.000 Stellen "geschaffen" werden, bei einem realen Rückgang von -70.000. Etc. pp. Das Statistische Bundesamt ist übrigens seit Jahren damit beschäftigt, die erfolgreichen VS-Methoden auch hier in D einzuführen. [1] http://www.financialsensearchive.com/stormwatch/2005/0624.html Gruß Michael RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - oberhümer - 07.05.2011 02:16 (06.05.2011 09:27)mb schrieb: Unser grosses marktwirtschaftliches Vorbild hat seine Bevölkerung ja schon seit längerem davon überzeugen können dass Güter wie Treibstoffe und Nahrungsmittel für die Ermittlung der Preisinflation völlig bedeutungslos sind, und lässt diese konsequenterweise daher seit Jahrzehnten aus der Berechnung heraus.Ach, wirklich? (06.05.2011 09:27)mb schrieb: Zudem gehen in den VSA die Häuserpreise nicht in die Berechnung ein, sondern stattdessen sog. "Mietäquivalente". Dass diese Manipulation äusserst zielführend zur Erzeugung niedriger "Inflationszahlen" ist, konnte man erst wieder in den letzten Jahren sehen, wo Häuserpreise im zweistelligen Prozentbereich anzogen und die Masse in einen hypothekenbasierten Kaufrausch (mit den bekannte Folgen) getrieben wurde, aber natürlich niemand an der Anmietung derartig überteuerter Immobilien interessiert gewesen war. Mit der Folge einer negativen Entwicklung der "Mietäquivalente" und derzufolge der gewünschten "positiven" Auswirkung auf die Inflationszahlen.Hier stimme ich dir allerdings zu. (06.05.2011 09:27)mb schrieb: Ganz allgemein sind die Inflationszahlen in den VSA Lug und Trug, insbesondere wegen der "hedonischen" Preisberechnung (kleiner rechnen der Originalpreise wegen (angeblicher) "technischer Verbesserungen") [1] . Üblicherweise sind allein diesen rechnerischen Zaubertricks 10% - 15% des jährlichen Anstiegs des VS-BIP zuzurechnen.Angeblich? Versuch du doch mal, einen Warenkorb zu finden, in dem über 20 oder 30 Jahre die enthaltenen Produktklassen qualitativ gleich bleiben, aber trotzdem alle Ausgabenkategorien abgedeckt werden. Ich halte es aber für durchaus plausibel, dass diese technischen Verbesserungen überbewertet werden. (06.05.2011 09:27)mb schrieb: Durch das "CES Net Birth/ Death Model" kommen dann die üblichen positiven Arbeitsmarktzahlen zustande:Das stimmt so schlicht nicht. Zur Methode der Datenerrechnung siehe hier, zu den Stellenzahlen komme ich gleich. (06.05.2011 09:27)mb schrieb: In der letzten "Krise" konnten dadurch in einem (beliebigen) Monat schon einmal +112.000 Stellen "geschaffen" werden, bei einem realen Rückgang von -70.000. Aha. Nehmen wir doch gleich das gesamte Jahr 2009: Es wird ein Verlust von sechs Millionen Stellen gegenüber dem Jahr 2008 verbucht (nach dieser offiziellen Statistik). Durch dieses böse, böse Modell ist ein zusätzlicher Verlust von gerade mal 22.000 Stellen entstanden (siehe hier) - ein (wie gesagt, negativer) Anteil von 0.36 Prozent an der Gesamtänderung. Hattest du nicht von einem "teilweise erheblichem Umfang" gesprochen? RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - StefanD - 08.07.2011 09:42 Hm, die Bahn scheint wohl in Sachen überfüllte Züge eine Lösung gefunden zu haben: Neu Züge kaufen wäre ja zu teuer, also "übesieht" man mal hier und da einen Halt ![]() RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - OnkelSiebdruck - 08.07.2011 12:03 Ja, früher hat die Flasche Bier und die Tageszeitung die Sicht nach vorne verdeckt, heute sind die Netbooks zwar kompakter aber die HD-Inhalte sorgen für zu viel Ablenkung. Mögliche Sofort-Maßnahme der Bahn: Gridgirls an jedem Bahnsteig, die im Bikini den Lokführer begrüßen. Damit er auch steht, der Zug. RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - StefanD - 08.07.2011 12:12 Naja, funktioniert aber auch nur bedingt: Lokführer bei der S-Bahn im VRR, Sommer, fährt an 'nen Bf. ran und sieht überall leichtbekleidete Mädels - und prompt war das Haltesignal überfahren ![]() RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - Eddi - 08.07.2011 17:48 Ei, das ist doof ![]() Am Bahnhof nich anhalten ist ja jetzt nich weiter schlimm, hat man ein paar unzufriedene Kunden, die auf Schadenersatz pochen, aber sonst passiert ja nix weiter. Aber Haltesignal überfahren ist ja gleich ne Straftat, das kann echt böse enden für den Lokführer. RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - StefanD - 18.07.2011 19:07 Ich lach mich weg *gröööööööhl* RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - planetmaker - 18.07.2011 20:47 Da brauchen wir für gesteigertes Realismus-Feeling wohl bald ein neues Disaster: "Zugführer pennt und läßt nächsten Halt aus" ![]() RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - Sallarsahr - 19.07.2011 18:17 Da bin ich Froh, daß ich ICE nur von Kopf zu Kopf fahre ![]() RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - Kirsche - 21.07.2011 09:57 Ich kann mir nicht vorstellen das ein Lokführer mit einem ICE Wolfsburg als Halt verpasst. Da hat bestimmt wieder die Fahrplanabteilung Mist gebaut. Die sind ja nach eigenen Worten hoffnungslos überlastet und unterbesetzt. RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - StefanD - 21.07.2011 11:07 Es gibt auch keinen wirklichen Grund in WOB zu halten (also ich erkenn zumindest keinen) RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - Sallarsahr - 21.07.2011 21:08 Dein Lieblings Fußballverein also nicht auf Auswärtsspiel in WOB? Aber dein Auto kommt doch daher! ![]() ![]() RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - StefanD - 21.07.2011 21:25 Mit Fußball hab ich nix am Hut und mein "Autos" kommen aus Hennigsdorf, Hennigsdorf und Stuttgart RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - Sallarsahr - 22.07.2011 20:38 Ok, in WOB ist nix was das Halten lohnt.... ![]() RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - StefanD - 22.07.2011 23:20 Auf der Ecke gibts noch mehr, wo ein ICE nicht halten muss. Bin neulich von Frankfurt nach Berlin gefahren: Göttingen, Hildesheim und Wolfsburg. Also da verkommt ein ICExpress zur Regionalbahn (ja, und in Spandau muss er auch nicht halten). RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - StefanD - 02.10.2011 17:47 Hm, mit WOB scheints wirklich Probleme zu geben *lol* RE: Überfüllung: Bahn zahlt Geld fürs Aussteigen - mb - 02.10.2011 19:48 Ja, das hat wohl nicht geklappt: Morgenpest schrieb:Mit Freikarten für ein Bundesliga-Heimspiel hatte der VfL Wolfsburg bei Lokführern für den Halt Gruß Michael |